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Hochzeitskuchen
Man
nehme zwei Herzen und putze
sie von Egoismus, Geiz, Pedanterie
und Angst. Dann gieße man hinein
Liebe und Gottvertrauen, gebe einen
großen Löffeln Optimismus dazu,
einen
Teelöffel Toleranz, ein Körnchen
Ironie und eine Prise Taktgefühl.
Das
ganze übergieße man mit Treue und
Willen zur Versöhnung. Den fertigen
Kuchen serviere man in kleinen
Stücken ein langes gemeinsames
Leben zusammen mit Sträußchen
der Aufmerksamkeit.
Katharina-Elisabeth
Goethe
Die Tradition der
Hochzeitstorte geht bin in das antike Rom zurück. Zur Hochzeit
wurde ein Mandelkuchen gebacken, den man über dem Kopf der Braut
zerbrochen hat. Die Hochzeitsgäste sammelten die Krümel vom
Boden und aßen sie. Man versprach sich Glück und Gesundheit.
Vorsicht: Wer diesen
Brauch heutzutage nachmachen will, muss sich nicht wundern, wenn
er nie mehr zu einer Hochzeit mehr eingeladen wird!
Der
Anschnitt der Hochzeitstorte gehört zu einem Höhepunkt am Fest.
Für die Gestaltung der Torte sind
der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob Schokoladen- oder Frucht-,
Zucker-, Kirsch- oder Champagnertorte, einstöckig oder mehrstöckig,
garniert mit Motiven aller Art.
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